Ironman Zürich

Hallo Liebe XYZ,

Ich hatte am Ironman Zürich als live Bloggerin grosses vor und naja, es war ein Flop! Entweder es hatte kein Wlan oder Lexi keine Zeit, mit beidem kann man keinen Blog schreiben. Anyway, ich werde dir dafür jetzt eine kleine Berichterstattung vom Ironman aus meiner Sicht machen.

Zum Start der Profis um 07:40 kann ich dir leider nichts sagen, da wir zu spät angekommen sind. Dachten wir hätten noch viel Zeit, kamen an und alle Zuschauer liefen uns schon entgegen. Als wir ankamen also niemand da, Schwimmer weg. Also liefen wir wieder in die gleiche Richtung, wie vorhin alle anderen zurück.

Dann ging es an das Warten. Für jemand der noch nie einen Ironman live vor Ort verfolgt hat: Zuschauen und supporten besteht aus drei Teilen: Warten(80%), Nervös sein, weil dein Athelet nicht kommt(17%) und schreien bis du heiser bist, einen roten Kopf bekommst und wegen Sauerstoffunterversorgung fast zum Sanitäterzelt musst(3%). Je nach dem kann das Schreien ersetzt werden durch die Verpflegung mit Nahrung und Trinken.
Unsportlichkeit gibt es auch bei Sportanlässen, auf der Schwimmstrecke nervte sich ein anderer Schwimmer ab Mauro Bärtsch und gab ihm einen Tritt auf den Schädel. Zum guten Glück ist Mauro ein Dickkopf und schwamm weiter.

Dann um 07:30 kamen die ersten Profis aus dem Wasser. Das Spektakel begann. Einer nach dem anderen zog seinen Schwimmanzug aus, zeigte sein Sixpack, ignorierte alle schreienden Menschen und rannte was das Zeug hielt zur Wechselzone. Nach 9 Minuten bangen, kam dann endlich unser Athlet: Mauro Bärtsch. Fit und munter rannte er allen anderen nach, die Aufholjagd begann. Seine Schwimmzeit von 59 Minuten war okay und wir hofften auf ein gutes Bikerennen. Über 7 Stunden Mord hatten die Athleten noch vor sich.

Weiter ging es an den Heartbreak-Hill. Diesen Namen werde ich vermutlich nie verstehen. Wenn man einige Athleten so anschaut wäre Lungenkollaps- Hill passender. Tönt halt einfach nicht so schön. Schnell wie der Blitz radelte sich Mauro inzwischen auf Platz 10. Leider wuchs der Vorsprung der Spitzengruppe, dort fighteten Küng, Schildknecht und Van Berkel und ein paar mehr... Wir schrien 1 Minute und warteten nachher gut 2 Stunden, die Sonne brannte und unsere schwarzen T-Shirts gingen gefühlsmässig in Flammen auf. Der Speed der Spitzengruppe war gewaltig und Mauros Rückstand wuchs gewaltig auf 19 Minuten. Aber wir glaubten an ihn, schliesslich stand noch ein Marathon bevor.

Beim Marathon gab Mauro alles, fit wie ein Turnschuh kämpfte er und gab nicht auf. Von Position 6 zwischenzeitlich auf 5 wurde er dritter an der Schweizermeisterschaft und 6 am Ironman Zürich. Das Ticket für die Weltmeisterschaft hat er im Sack. Noch kurz ein Bier trinken und dann ab nach Hawai. Good job Mauro, ich bin stolz auf dich(und heute heiser:)

Deine Lexi

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