Wie ich mit Yoga meine innere Mitte fand

Liebe X,

Ich geniesse gerade meine Ferien am anderen Ende der Welt. Komm jetzt nicht auf die Idee, in mein Haus einzubrechen, denn wenn du das liest, bin ich schon wieder zu Hause und beschütze mein kleines Häuschen vor so schlauen Menschen wie dir. Anyway, auf jeden Fall bin ich jetzt endlich meine verdienten Ferien am geniessen. Die Prüfungen sind alle vorbei, Noten und Schule interessiert mich momentan einen feuchten Dreck.
Ich frage mich wieso ich jetzt gerade überhaupt noch blogge, anstatt den lauen Sommerabend zu geniessen. Jetzt habe ich vergessen, dass du ja gar noch nicht weisst, dass dieser Blog einen Teil meiner Abschlussarbeit ist. Aber das ist jetzt unwichtig: Denn heute hatte ich meine erste Yogalektion. Deshalb bin ich jetzt gaanz relaaxt und kann mich nicht so richtig auf das Schreiben konzentrieren. Ich hatte dir ja schon, als ich mich vorstellte(Das kannst du, falls du es noch nicht gelesen hast hier noch nachholen) gesagt, dass ich nicht sonderlich beweglich und sehr ungelenkt bin. Der Schweizer würde sagen: Es Gstabi. Yoga hat mich, vielleicht gerade deshalb, schon immer sehr fasziniert. Menschen die sich nicht auf den Füssen, sondern auf dem Kopf stehen und alle möglichen und unmöglichen Verrenkungen machen können. Zu all dem besitzen sie noch Multitasking-Fähigkeiten, da sie neben all dem immer noch ein OOOOhm singen. Natürlich sind sie während der ganzen Zeit trotzdem immer noch voll relaxt. Wenn ich das jetzt so lese, hätte ich im Vornerein ahnen können, dass ich für diese Sportart voll ungeeignet bin.

Am Anfang der Stunde hat es mir eigentlich noch total gefallen. Wir lagen so am Boden auf unseren Mätteli und die Instruktorin hat irgendwas rumgelabert. Auf jeden Fall bin ich fast eingeschlafen. Aber hei, ich war dort wenigstens noch voll relaxt. Dann hat die Frau aber voll ausgepackt mit ihren fachchinesischen Begriffen, eigentlich eher fachindisch. Sagen wirs mal so, spätestens, als ich bei so einer seitlichen Verdrehung nach links das Gleichgewicht verlor und voll auf die Matte krachte, war mir und der Instruktorin klar, dass ich nicht so ein Naturtalent bin. Nichts mit OOhm, wohl eher OOhmein Gott. Meine innere Mitte ist anscheinen links zentriert.

Eines ist mir neben einem blauen Flecken aus der Yogalektion noch geblieben: Man sollte immer Achtsam sein und seine Grenzen kennen. Ich werde mir das für das nächste Mal merken. Übung mach den Yogi, aber nicht die Lexi. Ich habe meine Grenze heute definitv überschritten.
Morgen gehts ab aufs Velo, rohe Körpergewalt ist glaube ich eher meins.

Feriengrüsse aus dem Südtirol
von deiner lieben, lustigen, langweiligen Lexi(#Alliteration)

Kommentare