Klassenausflüge oder wenn Lehrer die Kontrolle verlieren

Vorneweg gesagt: Lehrer verlieren aus ihrer Sicht natürlich nie die Kontrolle.
Mit Klassenausflügen ist das immer so eine Sache, in den unteren Stufen sind die Schüler noch übermütig aber leicht händelbar. Je älter sie werden, desto gefährlicher wird es und desto weniger ist das für die Lehrperson bemerkbar. Wandertage sind das klassische Beispiel. Bei den kleinen sind noch mehrere Lehrpersonen pro Klasse dabei, und in den oberen Stufen reicht ja eine Lehrperson, die sind ja schon fast erwachsen. Das kommt dann so raus, dass schlussendlich der Lehrer bei der letzten Gruppe mitläuft und alle anderen ausser Sichtweite tun und lassen was sie wollen. Natürlich missbraucht diese Freiheit niemand. Niemand wäre so unvernünftig Alkohol zu trinken, zu rauchen oder sonst etwas zu tun, das vermutlich nicht im Sinne des Lehrers wäre. Das denkt sich auch die Lehrperson. All die braven Schülerlein unterhalten sich nett und haben Spass. Wieso die Schüler Spass haben, ahnt der Lehrer wohl kaum. Aber das ist auch nicht schlimm(vermutlich besser für beide Seiten). Denn genau das macht all diese Ausflüge immer lustig und entspannend, dass eben kein Lehrmeister immer auftaucht und ja schaut, dass alles mit rechten Dingen vorgeht. Schliesslich sind 18Jährige alt genug für sich selber zu schauen, solange ihr Blick noch klar ist. Und wenn sie im Kopf nicht mehr so klar sind, haben sie ja noch Kollegen, die fit sind und die Wanderungen sind meistens ja nicht so streng, dass man all seine Kräfte mobilisieren muss.
An alle Lehrer: Kontrollverlust ist a.) menschlich b.) nicht schlimm und c.) teilweise durchaus positiv für das Klassenklima.


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