Interview: Mauro Bärtsch

Mit Mauro Bärtsch startet meine Interview-Serie unter dem Motto: Menschen schreiben die Geschichte und Lexi schreibt einen Blog. Heute mit exklusiv Insiderwissen aus dem Triathlonsport, Facts aus Mauros Leben und vielem mehr.


Mauro Bärtsch ist starkt wie ein Bär, schreibt hässlich wie ein Arzt und ist schlau wie ein Fuchs. Oder auf gut Deutsch: Mauro ist eine coole Socke, auch wenn die Socken auf seiner Facebook-Fanpage Löcher haben. Einmal abgesehen davon arbeitet er dort, wo Menschen mit viel Geld ihr Geld zu noch mehr Geld machen (Vermögensverwalter) und macht Triathlon auf hohem Niveau.

Lexi: 
Mauro, du hast 538 Facebook Friends, was muss man machen um dein Kolleg zu werden?
Mauro:   
Ich sehe Facebook, als eine Art virtuelles Adressbuch für Bekannte mit gleichen Leidenschaften wie z.B. dem Triathlon.
Lexi:
sozusagen ein Duden für alle Dudes?
Mauro:
Ja genau, aber für mich ist ist diese virtuelle Welt nicht so wichtig, denn oftmals zeigen social media Plattformen nur was man nicht hat und werden total überbewertet

💬Kurz und bündig in Lexi-Sprache:  Mit Siri spricht Mauro nicht so gerne, die echten Diskussionen sind ihm lieber und die sterben leider langsam aus.

Lexi:
Die Firma bei der du arbeitest heisst Chameleon. Auch du bist ein kleiner Verwandlungskünstler vom Sportler im Triathlondress zum Businessman in Anzug. Gibt es da nie Probleme im Alltagsmanagement?
Mauro:
Nein, im Gegenteil. Der Sport hilft mir schnell und viel parallel zu machen, mich schnell zu verändern und meinen Standpunkt immer wieder zu überdenken. Der Sport hilft mir zudem auch besser mit Emotionen umzugehen, was bei Geldgeschäften sehr wichtig ist.

👀Oha Lätz...Es scheint sich bei Mauro um ein wahres multi Talent mit Multitasking Fähigkeiten zu handeln. Vielleicht sollte ich auch mehr Sport machen... Um meine Multitasking Skills zu verbessern. 

Lexi:
Man hat das Gefühl es gibt zwei Mauros: der Businessman und der Sportler, was bist du vom Typ her eher?
Mauro:
Sport ist für mich eine Art mich auszudrücken, keine andere Persönlichkeit. Egal was ich mache meine Persönlichkeit bleibt und die Eigenschaften, die im Sport gebraucht werden, sind gleichzeitig auch die Eigenschaften eines guten Geschäftsmannes: Disziplin und Durchhaltewillen.

Lexi:
Neben Triathlon und Beruf bleibt da überhaupt noch Zeit für ein Leben? Was ist für dich das wichtigste neben Sport und Beruf?
Mauro: 
Klar, habe ich noch ein Leben! Zentral neben meinem Beruf und Sport sind meine Freundin, meine Familie und mein Freundeskreis. Zudem ist mir meine Entwicklung als Mensch sehr wichtig. Ich lese gerne und möchte mich auch als Person weiterentwickeln.

🙎Ich glaube Mauros Tag hat mehr Stunden als meiner, die Woche mehr Tage oder wir leben in unterschiedlichen Welten. Krass was er alles unter einen Hut bringt!

Lexi:
Kommen wir zum Triathlon. Ein Triathlonwettkampf ist ein Einzelkampf ums Überleben, doch wie sieht es im Training aus? Bist du mehr der Einzelkämpfer oder der Triathlonbro'?
Mauro:
Aus zeitlichen Gründen trainiere ich fast ausschliesslich alleine. Mit anderen zu trainieren ist schwierig, wenn man nicht auf dem selben Niveau ist. Dann hat keiner von beiden Spass. Auch wenn das Training mit Gleichgesinnten mehr Spass macht, kann das für den Wettkampf kontraproduktiv sein, wenn man plötzlich auf sich alleine gestellt ist.

Lexi:
Im Winter kannst du nicht draussen Velofahren und machst Trainingseinheiten auf der Rolle (für alle nicht Triathleten: Rolle ist ein Gerät mit dem das Velo auf der Stelle fährt. Eben eine Rolle). Was denkst du dabei, wenn du alleine im Keller auf der Stelle trampelst?
Mauro:
Bei diesen Trainingseinheiten gibt es unterschiedliche Phasen. Die Aufwärmphase ist für mich das selbe wie für andere Menschen Yoga oder Meditation. Ich sortiere hierbei meine Gedanken. Bei der Hauptphase des Trainings bin ich mit mir selber beschäftig und beim Cooldown froh, es endlich hinter mich gebracht zu haben.

👉Also Tipp an alle die für Yoga zu unbeweglich sind und Meditationsmusik hassen: Radelrunde im Keller bewirkt das selbe (anscheinend). Graue Wände, kaum Tageslicht, keinen Fahrwind... Naja, jedem das seine. 

Lexi:
Bald hast du deine 32. Geburtstag, wirst du etwa bald ein age-grouper? (Für alle nicht Triathleten: Age-grouper sind die, die gut sind aber doch nicht gut genug für die Profis)
Mauro:
Geplant sind im Moment noch 2 Saisons. Diese Saison sehe ich als eine Art Zwischensaison um dann nächstes Jahr bei meiner letzten Profisaison nochmals Vollgas zu geben.

Lexi: 
Letzte Frage zum Bereich Triathlon und was ich schon immer wissen wollte: Wieso rasieren sich Triathleten die Beine?
Mauro:
Also das sind in erster Linie rein praktische Gründe. Vor allem bei Verletzungen und Massagen sind rasierte Beine von Vorteil.
Lexi: 
Und in zweiter Linie?
Mauro:
(Lachen) Es sieht natürlich auch besser aus.

😂Ich wusste nicht, dass Triathleten im Bezug auf ihr Äusseres die Fussballer 2.0. sind. 

Lexi:
Kommen wir noch zum polieren meines Egos. Wieso liest du gerne Lexilike?
Mauro:
Ich mag das kontroverse, freche und den provokativen Grundton. Die Schärfe, des jugendlichen Leichtsinns, die in deinen Blogposts steckt. Insbesondere die Geschichten und Gedanken, die einen Unterhaltungsfaktor haben, leicht verdaulich sind und trotzdem nicht oberflächlich sind gefallen mir besonders gut.
Lexi: 
Das war schon das Ende dieses kurzen Interviews und des vermutlich längsten Blogposts überhaupt. Danke Mauro, dass du dich zu Verfügung gestellt hast! Am nächsten live-Event in der Schweiz werde ich sicher wieder wie hier und hier einen Bericht verfassen.

Und das obligatorische Exklusiv-Selfie


Kommentare

Andreas Klose hat gesagt…
Hallo Lexilike, mein Kompliment an Mauro sich noch zwei Profijahre zu geben....:-) in diesem verlogenen Sport zwischen Mutanten in der Szene gibt es wohl immer noch Ausdauer Liebhaber...ich frag mich nur wie die Sauberen den Gestofften folgen wollen...angeblich sollen diese Mega Leistungen nur durch Ernährung und Radergonomie entstehen...ok....manche haben Tischtennis Trainer, die einem zum Erfolg bringen...das hat halt nicht jeder..:-)
Richtige Kontrollen werden wohl auch nicht durchgeführt, wahrscheinlich zu aufwendig die Athleten nachts aus dem Bett zu klingeln...:-)