Südostschweiz: Autofahren, die Milchkuh und Frau Leuthard



In der Schweiz kurven mehr als 4,5 Millionen Autos über die Strassen. Kein Wunder also, dass wir regelmässig am Abend zu Hauptverkehrszeiten eingepfercht und wie Schnecken über die Strassen kriechen. Ich bin eigentlich sowieso ein überzeugter Velofahrer. Schnell, ökologisch und unberechenbar flitze ich durch den Autostau hindurch und bringe die Autofahrer mit meinem Verhalten auf die Palme. So macht Stau Spass. In letzter Zeit habe ich nun den Stahlgöppel aber öfter gegen ein Auto mit L ausgetauscht. L für Lernender, L für Looser. Ehrlich gesagt habe ich mich schon oft gefragt mit was ich die anderen Autofahrer mehr nerve. Mit meinem Rumgekurve auf dem Velo oder dem Auto, das am Kreisel dreimal abstirbt. 


Im Bezug zum Thema Auto fällt oft auch der CO2 Ausstoss. Ein BMW, Modell konnte ich mir nicht merken, der im Jahr 15'000 km durch die Gegend fährt stösst durchschnittlich 2 Tonnen CO2 aus. Der Vergleich mit einer Milchkuh wirkt dramatisch. Rund 3 Tonnen CO2 kommt von so einer dummen Kuh. Mathematik war noch nie meine Stärke, aber stellen wir doch einmal eine Gleichung auf. Frau Leuthard stiess für ihren Klimawandel-Flug von Zürich nach Kopenhagen, nach Nuuk und wieder nach Zürich rund 3141kg CO2 aus*. Wenn ich jeden Tag einen Liter Milch trinke gibt das 131.25kg CO2 pro Jahr. Ich kann also einen BMW fahren und jeden Tag einen Liter Milch trinken und habe gegenüber Frau Leuthard noch eine Reserve von einer Tonne CO2. Wenn da nicht die frisierten Werte von VW und Co.  wären, wäre Autofahren ja fast schon ökologisch vertretbar.
 

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